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die besten Fußballwetten im Test

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Torwette – Tipps, Strategie & Erklärung


Das Tor ist das zentrale Element im Fußballsport. Immerhin ist es während der 90+ Minuten auf dem Spielfeld das vereinte Bestreben der Spieler einer Mannschaft, das runde Leder beim Gegner im Kasten zu versenken. Auch wenn natürlich einzelne Aktionen (und selbstverständlich auch die Rolle des Torwarts) zwangsläufig in der Defensive angesiedelt sind, so ist Tore zu erzielen doch das übergeordnete Ziel. Denn Tore entscheiden über Sieg, Unentschieden oder Niederlage.

Naturgemäß sind deshalb auch die größten Emotionen im Fußballsport an das Tor geknüpft. Aus diesem Zusammenhang heraus lassen sich auch die nicht unwesentliche Bedeutung von Torwetten innerhalb der Fußballwetten und die mittlerweile vollzogene starke Diversifizierung derselben erklären. Um einen Überblick über das komplexe Thema zu geben, beschäftigt sich dieser Beitrag mit der Torwette allgemein, ihren unterschiedlichen Erscheinungsformen und der Frage, wie sich die Möglichkeiten, die sie offeriert, optimal ausschöpfen lassen.

 

Die Vielfalt der Torwette: Überblick über die unterschiedlichen Wettangebote

Torwetten sind im Regelfall auf Ebene des Spiels, nicht auf Ebene einer Liga oder eines Wettbewerbs, wie es etwa die Langzeitwette auf den Torschützenkönig ist (die wohl im Weitesten Sinne auch als „Torwette“ gewertet werden könnte), angesiedelt. Deshalb finden sie sich üblicherweise im Pre-Match-Angebot des Sportsbooks, aber auch im Livewettencenter. Die Vorlaufzeit einer solchen Wette kann also zwischen Wochen, Tagen, Stunden oder auch Minuten variieren.

Unterzieht man das „Tor“ einer genaueren Betrachtung und möchte man eine Beschreibung eines bestimmten Tores vornehmen, so lässt sich rasch erkennen, das jedes über zwei Faktoren näher bestimmt bzw. charakterisiert werden kann: dem Zeitpunkt, zu dem es fällt, und dem Schützen, der es erzielt. Wird der Standort der Beobachtung weiter nach außen verlagert, auf die Ebene des Gesamtspiels nämlich, so ist ein weiterer Aspekt von Bedeutung, nämlich die Anzahl der im Spiel gefallenen Tore.

Zumindest einer (manchmal auch zwei) unter diesen drei Punkten ist es auch, den eine jede Torwette zwangsläufig zum Bezugspunkt hat. Folglich macht es Sinn, Torwetten entsprechend dieser Kriterien zu klassifizieren, sodass ein besserer Überblick möglich ist:

 

1. Torwetten mit Bezugnahme auf die Anzahl

Ein Klassiker unter den Torwetten ist die Ergebniswette, auch bekannt unter dem Namen Resultatwette oder dem Begriff „korrektes Ergebnis“. Dabei ist der Wettkunde gefordert, die exakte Anzahl der Tore von Heim- wie Gastmannschaft zu tippen. Ein Beispiel für ein Ergebnis wäre 2:3. Für gewöhnlich zielt die Ergebniswette auf den Spielstand nach der regulären Spielzeit (90 Minuten plus Nachspielzeit) ab.

Abwandlungen der Wettart fragen einfach nach dem „Ist-Stand“ zu einem anderen Zeitpunkt, beispielsweise nach jenem zur Halbzeit. Beide Momentaufnahmen (Spielstände zur 1. Halbzeit und nach der 2. Halbzeit) in einer Wette zusammengefasst ergibt eine weitere Wettmöglichkeit. Diese wird zumeist unter dem Titel Halbzeit/Endstand bzw. Halbzeit/Endergebnis geführt. Verwechslungspotential besteht bzw. zu Überschneidung in der Bezeichnung kommt es dabei mit der „klassischen“ Halbzeit/Endstands-Wette, die nur die Tendenzen (Sieg Heim, Unentschieden, Sieg Gast) nach 45 und 90 Minuten (jeweils inklusive Nachspielzeit) abfragt.

Eine weitere Wettoption, die zu den bekannteren Torwetten zählt, wird als „Über/Unter“, „Over/Under“ oder auch „Mehr als/weniger als“ in den Wettbüchern der Buchmacher geführt. Für dieses Angebot definiert der Wettanbieter einfach einen Wert, der zwischen zwei ganzen Zahlen liegt (bspw. 1,5), und fragt den Wettkunden, ob seiner Einschätzung nach mehr oder weniger Tore im Match erzielt werden. Nachdem es nur zwei Antwortmöglichkeiten gibt, handelt es sich bei der Over/Under-Wette um eine Zweiweg-Wette.

 

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Bild oben: Die Über/Unter-Torwette mit Erklärung beim Wettanbieter Tipico.

 

Abgesehen von den beiden genannten Wettarten, deren Popularität ihnen sogar einen eigenen Namen eingebracht hat, ist den Fragestellungen rund um die Anzahl der Tore selbstverständlich keine Grenzen gesetzt. Neben solchen, die in Zweiweg-Manier getippt (bspw. „Fällt eine gerade oder eine ungerade Anzahl an Toren“) bzw. schlicht mit „Ja“ oder „Nein“ beantwortet werden können (bspw.: Schießen beide Teams ein Tor? Schießt die Heimmannschaft/Gastmannschaft mindestens ein Tor?) stehen solche, die als Mehrwegwetten zahlreiche Ausfälle haben können. Dazu zählen zum Beispiel Fragestellung wie „Wie viele Tore fallen im Spiel?“ oder auch „Wie viele Tore schießt die Gastmannschaft/Heimmannschaft?“.

Wie aber der Wettanbieter die Antwortmöglichkeiten auf diese Fragen gestaltet, bleibt, zumal es keine Regeln im eigentlichen Sinne gibt, ihm überlassen; nämlich ob etwa jede Möglichkeit einzeln getippt werden kann (kein Tor, 1 Tor, 2 Tore, 3 Tore, 4 Tore, usw.) oder ob die Tore in Gruppen bzw. in Spannen zusammengefasst werden (etwa: 0 Tore, 1-2 Tore, 3+ Tore) usw.

Ebenfalls ein Aspekt, der einigen Buchmachern eine Wette wert ist, ist jener der Tordifferenz zwischen Sieger und Verlierer, also die Frage nach dem Sieges- bzw. Gewinnvorsprung. Beim britischen Bookie Bet365 lässt sich diese Frage beispielsweise für die Bundesliga-Partie zwischen Eintracht Frankfurt und Borussia Dortmund mit zehn unterschiedlichen Antworten versehen:

 

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Bild oben: Die Torwette zum Siegesvorsprung beim Wettanbieter Bet365. (Screenshot vom 19.10.2017)

 

All diese Angebote sind bereits sehr speziell und zählen nicht zum „Standardrepertoire“, nämlich der Auswahl an Wetten, die für einen guten Buchmacher unverzichtbar ist. Je mehr solcher Spezialwetten aber geführt werden und je bunter das Angebot dadurch wird, desto besser natürlich für den Wettkunden.

 

2. Torwetten mit Bezugnahme auf den Schützen

Mit „Schütze“ kann in diesem Zusammenhang sowohl ein namentlich genannter Spieler, als auch die Mannschaft als Kollektiv, für welche das Tor gewertet wird, gemeint sein. Bei Wettangeboten, in denen der Fokus auf der Teamleistung liegt, lassen sich selbstverständlich die Dimensionen „Toranzahl“ und „Torschütze“ nicht so klar abgrenzen. Dementsprechend könnten einige, der unter Punkt 1 erwähnten Fragestellungen (bspw. „Schießt die Heimmannschaft/Gastmannschaft mindestens ein Tor?“) selbstverständlich auch hier angeführt werden. Ähnliche „Mehrfachzuordnungen“ ergeben sich natürlich auch, bedenkt man die Zeitdimension vieler Angebote.

Spezifisch – hinsichtlich der Schützen – wird es aber zumindest dann, wenn der Name des Torjägers ins Spiel gebracht wird; wenn etwa nach dem Namen des ersten oder des letzten Goalgetters eines Matches gefragt wird oder auch danach, ob der Spieler überhaupt ein Tor erzielt, ob ihm ein Doppelpack gelingt usw. Ähnliche Fragestellungen sind oftmals auch auf Mannschaftsebene anzutreffen, also: welches Team trifft oder erzielt das erste/das letzte Tor und so fort.

 

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Bild oben: Eine der unzähligen Torschützen-Wetten beim Wettanbieter Bwin mit Ausschnitt einer Auswahl an Antwortoptionen.

 

Auch bei dieser Art von Wettangeboten gibt es kein klares Schema, wie sie geführt werden: wie die Fragestellung lautet, wie viele Antwortoptionen es gibt und nach welchem Prinzip diese ausgestaltet sind. Der Kreativität der Buchmacher sind folglich keine Grenzen gesetzt.

 

3. Torwetten mit Bezugnahme auf den Zeitfaktor

Da kein Wettangebot funktioniert, ohne klare Definition, welche Momentaufnahme (jene nach 90 Minuten, zur Halbzeit, nach den ersten 15 Minuten usw.) Grundlage der Auswertung ist, kann, strenggenommen, jede Torwette unter diesen Punkt subsumiert werden. Im engeren Sinn sind hier aber nur solche gemeint, welche die Zeitdimension zum expliziten Inhalt der Fragestellung machen. Alle anderen zielen im Regelfall, klassischer Weise, auf den Stand nach 90 Minuten (inkl. Nachspielzeit) ab.

Wird nämlich die Zeitdimension in all ihren Möglichkeiten ausgeschöpft, so ergibt sich eine Vielzahl an zusätzlichen Wettmöglichkeiten. So gut wie alle bisher genannten Fragestellungen können nämlich auch für einen Zeitpunkt oder ein Zeitintervall abgefragt werden. Etwa, ob das 1. Tor in den ersten 15 Minuten, den ersten 30 Minuten, usw. fällt oder auch, ob es zwischen Minute 1-15, Minute 16-30, usw. erzielt wird.

 

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Bild oben: Sportingbet verfügt über ein sehr umfangreiches Angebot, das sich mit Torereignissen innerhalb von Zeitabschnitten befasst.

 

Der Zeitfaktor ist es auch, der den Livewetten zusätzlichen Nervenkitzel verleihen kann. Sogenannte „Fast Markets“, die rasches Handeln, innerhalb von lediglich Minuten erforderlich machen. Eine entsprechende Fragestellung unter Bezugnahme auf Tore könnte lauten, ob der Ball, „Ja“ oder „Nein“, in den nächsten 5 Minuten im Netz landet. Ebenfalls für die Wetten in Echtzeit reserviert sind Fragestellungen, wie jene nach dem zeitlich nächsten Torschützen.

 

Die Anwendung der Torwette: Strategie, Vor- & Nachteile

 

1. Vor- und Nachteile

Wie bei jeder Wette lassen sich auch bei den Torwetten bestimmte Vor- und Nachteile ausmachen, die je nach Aufbau des Angebots variieren: Handelt es sich um eine Zweiwegwette, wie bspw. die Über/Unter-Wette oder Wettangebote mit Fragen, die sich mit Ja/Nein beantworten lassen, so liegt der Vorteil ganz klar darin, dass, bei nur zwei möglichen Ergebnissen, eine hohe prozentuale Wahrscheinlichkeit besteht, dass der Tipp aufgeht, während der Nachteil in der entsprechend niedrigen Quote liegt.

Umgekehrt geht ein Wettangebot mit vielen Antwortoptionen, wie beispielsweise jenes zum exakten Ergebnis (Ergebniswette/Resultatwette), mit einem hohen Risiko, dafür aber auch hohen Quoten einher. Ein ähnliches, diametrales Verhältnis zeigt sich selbstverständlich, erwägt man, innerhalb nur eines Wettangebotes, Favoritentipp (niedrige Quote aber höhere Gewinnwahrscheinlichkeit) gegen Außenseitertipp (hohe Quote aber niedrige Gewinnwahrscheinlichkeit).

Ein genereller Vorteil von Torwetten hängt zudem mit ihrer kurzen Vorlaufzeit zusammen. Zwischen Wettabgabe und Abrechnung liegen, je nachdem ob als Pre-Match oder Livewette platziert, maximal ein paar Wochen oder auch nur ein paar Minuten. Das heißt, sie eignen sich auch für „ungeduldige“ Spieler und die Wetteinsätze sind nicht allzu lange gebunden. Gerade letzteres eignet sie hervorragend zur Einbindung in eine langfristig ausgerichtete Wettstrategie.

 

2. Langzeitstrategie und Optimierung von Wetttipps

Langzeitstrategien zielen darauf ab, auf lange Sicht, also aus allen platzierten Wetten heraus, mehr Gewinn denn Verlust zu erzielen. Viele sind zudem von einer Wette zur nächsten aufbauend angelegt, das heißt der Ausgang der letzten Wette (und aller Wetten davor) ist entscheidend für die Ausgestaltung der nächsten, weshalb sich Langzeitwetten nicht sonderlich zur Einbindung in eine solche Strategie eigenen. Da doch viel Überlegung dahinter steckt, bei der Impulsivität nichts verloren hat, sind die Pre-Match-Wetten aber die bessere Wahl gegenüber den Livewetten.

Die Zielsetzung solcher langfristig angelegten Strategien muss nicht zwangsläufig etwas mit einer positiven Wettbilanz im Sinne des Verhältnisses von gewonnenen und verlorenen Wetten zu tun haben. Denn durch Gewichtung von Quote und Wetteinsatz lassen sich viele kleine Verluste durch wenige hohe Gewinne ausgleichen. Wer aber jeden einzelnen Tipp „optimal“ ausgestalten möchte, dem stehen bei Torwetten zahlreiche Tools und Kriterien zur Verfügung:

Bei Torwetten wird es in jedem Fall sinnvoll sein, Defensive und Offensive der beiden involvierten Mannschaften, Kader und Form zu bedenken, ob etwaige „Torgaranten“ des Teams, wie etwa Cristiano Ronaldo bei Real Madrid, im Aufgebot stehen usw. Mit einbeziehen in die Überlegungen lassen sich zudem Torstatistiken zu den jüngsten Auftritten der Mannschaften oder im Head-to-Head-Vergleich. Abhängig vom spezifischen Wettgegenstand (Torschütze, Toranzahl, Torzeitpunkt) werden dabei natürlich unterschiedliche Fakten unterschiedliches Gewicht erhalten bzw. wird der Fokus auf anderen Schwerpunkten liegen.

 

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Bild oben: Beispiel für einen Head-to-Head Vergleich.

 

Ebenfalls Aspekt der strategischen Überlegungen sollte der Wettanbieter sein. Zunächst einmal sollte der Buchmacher das gewünschte Angebot auch führen, was gerade bei sehr spezifischen Torwetten nicht zwangsläufig der Fall sein muss. Außerdem spielt die Quote eine entscheidende Rolle. Sie ist nicht nur vom individuellen „Quotengebaren“ des Wettanbieters abhängig, sondern unterliegt auch Schwankungen im Zeitverlauf.

 

Die Torwette bei den Wettanbieter: wo gibt es die größte Auswahl & die besten Quoten?

Gerade bei Torwetten ist es so, das abgesehen von der Resultat- und der Over/Under-Wette, starke Unterschiede in den Fragestellungen und der Ausgestaltung der Antwortoptionen von Buchmacher zu Buchmacher vorherrschen. Deshalb ist es vermutlich am Besten, sich selbst ein Bild zu machen, um herauszufinden, welches Angebot den eigenen Bedürfnissen am nächsten kommt.

 

Torwetten beim Wettanbieter Mybet – das Video zeigt eine kurze Erklärung der Wetten auf das erste Tor in einem Fußballspiel

 

Eine generell große Auswahl an Match-Spezialwetten, und damit auch an Torwetten, haben beispielsweise Sportingbet, Bwin oder Bet365. Letzterer arbeitet auch mit einem relativ hohen Quotenschlüssel, wodurch, zumindest im Schnitt nicht aber zwangsläufig im Einzelfall, mit attraktiven Quoten zu rechnen ist. Dies gilt allerdings nur im Sportsbook, im Livewettencenter wird die Payout-Ratio deutlich runter geschraubt.

Fast immer gute Quoten, dafür wenig Angebot, hat Bet3000. Betsafe und Interwetten hingegen, die ebenfalls mit attraktiven Quoten arbeiten und über ein umfangreiches Angebot verfügen, eröffnen viele Wettmärkte erst relativ spät, das heißt sehr spezielle Wettangebote finden sich unter Umständen erst Tage vor der Veranstaltung im Wettbuch wieder.

 

alle Wettstrategien im Überblick